Schottenhof

Geschichte - Schottische Geschichte

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Schottland entstand aus einem Völkergemisch. Als im frühen 6. Jh. die Skoten von Irland aus Schottland besiedelten, verdrängten sie zunächst die ansässigen Pikten und gründeten das Königreich Dalriada. Um 600 drangen die Angeln immer weiter in den Norden des heutigen Englands vor und trieben die Briten somit nach Norden.

Die drei keltischen Volksstämme der Pikten, Skoten und Briten wurden 850 unter Kenneth I. zum Königreich Alba vereinigt. Als gemeinsame Sprache setzte sich das von den Skoten aus Irland mitgebrachte Gälisch durch. Im Laufe der Zeit trennte sich die Sprache von ihren irischen Wurzeln, die Barden wurden jedoch weiterhin in Irland ausgebildet und sangen ihre Lieder in der alten Sprache.

Um 1000 erreichte Schottland in etwa seine heutige Ausdehnung. Zu dieser Zeit hatte jedoch bereits die Invasion der Wikinger auf die Insel begonnen. Die vorgelagerten Inseln im Norden (Orkney, Shetland und weiter in den Westen bis nach Irland) waren von norwegischen Wikingern eingenommen. 1014 gelang es dänischen Wikingern England einzunehmen. 1066 übernahmen dann die Normannen die englische Krone. Das Königreich Alba behielt allerdings zunächst seine Eigenständigkeit.

Bereits Malcolm III. (1058-1093) war in England aufgewachsen und reformierte die Schottische Kirche nach englisch-römischem Muster. David I. (1124-1153) brachte normannische Vassallen ins Land und führte ohne Erfolg Krieg gegen England. Dies führte dazu dass Schottland unter Wilhelm I. (1165-1214) die englische Lehnsherrschaft unter Heinrich II. von Anjou-Plantagenet 1174 anerkennen musste.

Unter David und Wilhelm wurde die alte Struktur des Landes abgelöst. Anstelle der lokalen Clan-Verwaltung der keltischen Häuptlinge wurde ein normannisches Lehnssystem mit einer Verwaltung im englischen Stil etabliert. Diese Annäherung an England drängt seitdem auch die schottische Sprache in den Hintergrund.

Seit dieser Zeit (bis ca. 1450) war Perth die Hauptstadt von Schottland. Der Stone of Scone gilt bis heute als Zeichen des schottischen Königs. Nachdem er im Jahre 1296 nach England entführt wurde, kam er erst 1996 mit der Teilunabhängigkeit nach Schottland zurück.

Nach Heinrichs Tod erreichte Schottland zwar 1189 unter Richard I. Löwenherz wieder die Unabhängigkeit, die keltischen Clan-Strukturen wurden jedoch nie wieder etabliert. Nur in den Highlands blieben die Strukturen zum Teil erhalten und führten immer wieder zu Streitigkeiten.

Der Kilt und die Tartans haben wohl bei einer Betrachtung des mittelalterlichen Schottlands keinen Platz, da beide erst später entstanden sind. Mittelalterliche Schotten trugen Hosen oder Tuniken oft in karierten Stoffen.

Letzte Änderung: 26.06.10

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